[KOSME] Eastern Cityscapes: Temeswar (heute!) und Cluj (5.11.2026)
KOSME Kompetenzzentrum
KOSME at uni-tuebingen.de
Mi Okt 28 13:04:31 CET 2026
/Liebe KOSME-Interessierte, liebe Liste,/
es ist Mittwoch und damit auch wieder Zeit für einen Blick nach Osten
mit unserer Studium-Generale-Reihe *Eastern Cityscapes. Von der Ostsee
bis zum Mittelmeer*
<https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/neuphilologie/slavisches-seminar/forschung/kosme/newsfullview-veranstaltungen/article/kosme-meets-studium-generale/>.
Heute *um 18:15 Uhr *wird uns *PD Dr. Olivia Spiridon *vom Institut für
donauschwäbische Geschichte und Landeskunde die Stadt Temeswar, das
historische Zentrum des Banats, vorstellen:
Temeswar. Konstellationen kultureller Verflechtungen seit dem 18.
Jahrhundert bis in die Gegenwart
<https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/neuphilologie/slavisches-seminar/forschung/kosme/newsfullview-veranstaltungen/article/temeswar-konstellationen-kultureller-verflechtungen-seit-dem-18-jahrhundert-bis-in-die-gegenwart/>
_/Abstract:/_ Temeswar (rum. /Timișoara/, serb. /Temišvar/, ung.
/Temesvár/), die Hauptstadt der Region Banat in Rumänien, gilt aufgrund
ihrer Lage und der multiethnischen Zusammensetzung ihrer Bevölkerung als
dessen *„Tor zum Westen“*. Im Dreiländereck Rumänien, Serbien und Ungarn
gelegen ist Temeswar die Projektionsfläche verschiedener
Zugehörigkeiten. In Temeswar hat im Dezember 1989 die Revolution gegen
das kommunistische Regime begonnen, was die Stadt zum *Symbol des
Widerstands und der Wende *gemacht hat. Als *„Kulturhauptstadt Europas“
2023 *hat Temeswar ihre kulturelle Diversität und Fortschrittlichkeit in
den Vordergrund gerückt und mit dem Motto „Shine your light! Light up
your City!“ auf die frühe elektrische Beleuchtung der Stadt im 19.
Jahrhundert hingewiesen, aber auch auf eine ausgesprochene kulturelle
Lebendigkeit im Verlauf der letzten Jahrhunderte und bis heute.
Mit einem Blick durch *die Linse der kulturellen Verflechtungen *führt
der Vortrag durch die Stadtgeschichte in alten Karten und Abbildungen.
Anschließend soll sich das Stadtbild aus der literarischen Kommunikation
herauskristallisieren, die Migrationsgeschichten, sich wandelnde
Verortungen und Begegnungen von Sprachen aufzeigt. Schließlich geht es
um die *Erinnerungskultur und das Selbstverständnis Temeswars*, das sich
mit der Formel „im Westen des Ostens, im Osten des Westens“ in einem
Übergangsraum verortet.
_______________________________________________
Weiter geht es nächste Woche mit dem rumänischen *Cluj-Napoca*. Am *4.
November 2026 um 18:15 Uhr* führt *Dr. Alina Noveanu *uns in sieben
Schritten durch die Geschichte der Stadt:
In sieben Schritten nach Cluj
<https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/neuphilologie/slavisches-seminar/forschung/kosme/newsfullview-veranstaltungen/article/in-sieben-schritten-nach-cluj/>
Cluj-Napoca, das historische Zentrum Siebenbürgens, ist Erbe
unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Religionen. Der Vortrag führt
in sieben Stationen durch die Geschichte in die Gegenwart einer Stadt,
die unter den Namen Klausenburg, Kolozsvár und Cluj(-Napoca) bekannt
ist. Die mittelalterliche deutsche Siedlung und die ungarische
Königsstadt bieten den Ausgangspunkt, um die religiöse Vielfalt und die
humanistische Tradition Clujs zu beleuchten. Die Erinnerung an die
römische Stadt Napoca eröffnet den Blick auf die antiken Wurzeln der
Region. Weitere Stationen widmen sich den großen Mäzeninnen der Stadt,
den Kathedralen und Kirchen sowie der Entwicklung zu einem bedeutenden
Universitäts- und Wissenschaftszentrum.
Auch die Umbrüche des 20. Jahrhunderts kommen zur Sprache: Der
Kommunismus veränderte die Gestalt Clujs grundlegend, als traditionelle
Vororte auf dramatische Weise großen Wohnsiedlungen weichen mussten für
die wachsende Industriestadt. Das heutige Cluj darf wieder stolz sein
auf seine kulturelle Vielfalt und Toleranz. Wirtschaftlich erlebt die
Stadt in den letzten Jahren einen beträchtlichen Aufschwung. Die
Universitätsstadt ist auch ein Zentrum für den IT-Bereich und ist der
wichtigste Medizinstandort im Westen Rumäniens. Zum Schluss wird Cluj
als „Stadt hinter den Wäldern“ gezeigt, deren weiche Hügel und grüne
Waldgürtel im Übergang zwischen der Transsilvanischen Hochebene und den
Westkarpaten liegen.
Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!
/Mit freundlichen Grüßen/
/Hartmut Nüßle
KOSME, Koordination/
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