[KOSME] Ankündigung: "Dowschenko im Feuer" Filmvorführung mit anschließender Diskussion am 16.07.2026
KOSME Kompetenzzentrum
KOSME at uni-tuebingen.de
Fr Jul 10 12:21:36 CEST 2026
/Liebe KOSME-Interessierte, liebe SlavTueb-Liste,/
/hiermit möchte das Kompetenzzentrum für Ost-, Südost- und Mitteleuropa
(KOSME) der Eberhard Karls Universität Tübingen Sie über die folgende
Veranstaltung informieren:/
Dowschenko im Feuer. Film-Doku über den sowjetisch-ukrainischen
Meisterregisseur
<https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/neuphilologie/slavisches-seminar/forschung/kosme/veranstaltungen/newsfullview/article/dowschenko-im-feuer-film-doku-ueber-den-sowjetisch-ukrainischen-meisterregisseur/>
Filmvorführung und Diskussion mit den Autor*innen Prof. Dr. Jurij
Schapowal und Irina Schatochina; moderiert von Prof. Dr. Klaus Gestwa
*Donnerstag, 16.07.2026 • 18:00 Uhr
Kino Museum • Am Stadtgraben 2
*Freier Eintritt
Der aus einer ukrainischen Bauernfamilie stammende *Oleksandr Dowschenko
(1894–1956) *gehört zusammen mit Sergej Eisenstein zu den wichtigsten
Regisseuren des frühen sowjetischen Films und gilt als Gründer des
poetischen Kinos. Obwohl Dowschenko den kommunistischen Filmkanon mit
schuf, ging er gleichzeitig bis an die Grenzen des politisch Möglichen,
um ein realistisches Bild der Widersprüche des stalinistischen Systems
zu vermitteln. Sein Leitmotiv blieb die *Darstellung seiner ukrainischen
Heimat *mit ihren Landschaften, Traditionen und Zukunftsversprechen.
Damit inspirierte Dowschenko viele Kulturschaffende und leistete einen
Beitrag zur *Herausbildung eines ukrainischen Nationalbewusstseins*.
Besonders seine von 1928 bis 1930 produzierte Ukraine-Trilogie
(/Swenigora/, /Arsenal /und /Erde/) erlangte im westlichen Ausland große
Popularität und gilt als Dowschenkos Hauptwerk.
*Der Dokumentarfilm */*Dowschenko im *Feuer /behandelt das kulturelle
Schaffen Dowschenkos und schildert, wie ihn der stalinistische
Geheimdienst zwar streng überwachte und seine Filme harsch kritisiert
wurden, er aber auch höchste Auszeichnungen erhielt und engen
persönlichen Kontakt zu Stalin pflegte. Der Film bietet eine
anschauliche *Einführung in die dramatische Geschichte des sowjetischen
Kinos *sowie des stalinistischen Unterdrückungsapparats. Zugleich macht
er die Bedeutung der Ukraine als europäische Kultur- und Filmnation
sichtbar.
Im Anschluss an das Screening gibt es eine Diskussion mit dem bekannten
ukrainischen Historiker *Prof. Dr. Jurij Schapowal*, der zusammen mit
der *Regisseurin Irina Schatochina *das Drehbuch zum Film schrieb, die
ebenfalls anwesend sein wird. Die Moderation übernimmt *Prof. Dr. Klaus
Gestwa*, Leiter des Instituts für Osteuropäische Geschichte und
Landeskunde an der Universität Tübingen. Der Film „Dowschenko im Feuer“
wird in Kooperation mit dem Zentrum für Medienkompetenz der Universität
Tübingen erstmals im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.
/Mit freundlichen Grüßen,/
/Hartmut Nüßle, Koordination //
KOSME – Kompetenzzentrum für Ost-, Südost- und Mitteleuropa der
Universität Tübingen/
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